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Presse » P R E S S E E R K L Ä R U N G vom 19.11.2013
19Nov

P R E S S E E R K L Ä R U N G vom 19.11.2013

Barßler GRÜNE verurteilen die Fällung des Klinkerbaums in einer Nacht-und Nebel Aktion

Das Sachverständigenbüro kommt in seinem Gutachten über die „Klinkerbuche“ zu der Einschätzung, dass der Baum nicht mehr stand- und bruchsicher ist. Zu den Erfolgsaussichten möglicher Sanierungsmaßnahmen und wie durch planerische Neugestaltung des Neubaus die Blutbuche wieder revitalisiert werden könnte, ist in dem Gutachten leider nichts zu lesen. Um diese Fragen klären zu lassen, wurde von vielen unserer Einwohner ein Zweitgutachten gefordert. In diesem sollten die Möglichkeiten für eine Rettung des über hundertjährigen Baumes eingehend untersucht werden. Es hätte noch ausreichend Zeit für die Anfertigung eines Zweitgutachtens bestanden, ohne dass dies den Fortgang der Baumaßnahmen beeinträchtigt hätte.

Gänzlich unverständlich ist für uns auch, dass die Fällung der Blutbuche in einer Nacht-und-Nebel Aktion durchgeführt wurde. Noch vor 5.00 Uhr in der Früh wurde der Baum gefällt. Dass am Vorabend ca. 150 BürgerInnen für den Erhalt der Buche demonstriert haben und dass der Bürgermeister öffentlich versprochen hatte den Bauherrn um einen Fällungsaufschub zu bitten, damit doch noch eine weitere Expertise erstellt werden könnte, wurde völlig ignoriert. Den berechtigten Bürgerinteressen nach mehr Transparenz und Mitbestimmung beim Umgang mit diesem „Naturdenkmal“ wurde nicht beachtet.

Für uns ergeben sich verschiedene Forderungen:

1. Der Baum war als schützenswerter Bestandteil in den Bebauungsplan der Gemeinde Barßel aufgenommen. Zukünftig sollten derartige Besonderheiten bei öffentlichen oder privaten Bauvorhaben stärkere Berücksichtigung finden und vor der Fällung eines Altbaumes ein sanierungsorientiertes Gutachten eingeholt werden.

2. Wir fordern die Erstellung einer Baumschutzsatzung auf Gemeindeebene, damit der Schutz insbesondere des Altbaumbestands unabhängig vom Engagement seiner Bürger erfolgen kann und transparente, für alle Einwohnerinnen und Einwohner gültige, Regeln geschaffen werden.

3. Darüber hinaus halten wir es für notwendig, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden. Transparenz in Planungsprozessen und das frühzeitige Einbinden Betroffener muss auch in Barßel zur Selbstverständlichkeit werden.

4. Die Kompensationspflanzungen, die in Art und Umfang dem ökologischen, geschichtlichen und materiellen Wert des Baumes entsprechen müssen, sollen unter Bürgerbeteiligung durchgeführt werden.

Die Art und Weise, wie mit dem Baum umgegangen wurde ist für uns nicht nachvollziehbar. Ein derartiges Vorgehen schwächt das Vertrauen in politische Entscheidungsprozesse. Es schadet dem Gemeinwesen in unserer Gemeinde und schwächt auf lange Sicht das bürgerliche Engagement.

Verfasst am 19.11.2013 um 22:20 Uhr von .
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